FSV Krostitz

Generationsübergreifender Chefkritiker: Krostitzer Wolfgang Ludwig wird 80!

Wolfgang Ludwig, Ehrenmitglied des FSV Krostitz, feiert an diesem Montag seinen 80. Geburtstag und kassiert bei den Heimspielen immer noch den Eintritt. Auch bei den Auswärtspartien ist der Krostitzer immer mit am Start und gilt als so etwas wie Chefkritiker und -Analyst.

Ehrenmitglied des FSV Krostitz, bei jedem Heim- und Auswärtsspiel an Bord, und gleichzeitig so etwas wie Chefkritiker und -Analyst der ersten Mannschaft. Wolfgang Ludwig feiert an diesem Montag seinen 80. Geburtstag. Früher war er Vollblutstürmer, später dann als Busfahrer der Truppe Handlungsreisender in Sachen Fußball. Und auch im fortgesetzten Alter ist er nicht wegzudenken, begrüßt immer noch jeden einzelnen Zuschauer im Fuchs-Stadion als Kassierer persönlich.

„Er hat generationsübergreifend wahrscheinlich mit 500 Fußballern gesprochen, die mal für Krostitz gespielt haben. Typen wie er machen das Vereinsleben aus und tun uns einfach unheimlich gut“, sagt FSV-Vorstandsmitglied Thomas Rudolph über den Jubilar. „Wolle“ sei einer der langjährigsten Ehrenamtlichen im Verein und wohl auch im gesamten Landkreis. „Herzblut“ ist eines der Worte, das immer fällt, wenn es um sein Engagement für den Club geht.

Berüchtigt sind Ludwigs Besuche in der Kabine, nebst knallharter Auswertung des Auftritts. Gemeinsam mit Ex-Trainer Wolfgang Letzian und dem ewigen Mannschaftsleiter Herbert Häublein wurde oft länger als 90 Minuten über die vorangegangenen 90 Minuten philosophiert. Und nach dem Siegerbier hinterließ „Wolle“ dann ganz unauffällig manch edle Spende für die Mannschaftskasse.

Neues Kassiererhäuschen

Doch sein Stammplatz ist zunächst ein anderer. Denn vor dem Spiel ist auch vor dem Geld. Gemeinsam mit Gerd Fuchs, noch so einer Vereinslegende, kassiert Wolfgang Ludwig bei jedem Heimspiel den Eintritt. Das Duo ergänzt sich dabei perfekt: „Er sieht nichts und ich höre nichts“ – diesen Spruch dürfte jeder Zuschauer in Krostitz schon einmal gehört haben. Die Zukunft wird für das rüstige Gespann übrigens bequemer. Vor kurzem wurde ein neues Kassiererhäuschen am Stadion fertiggestellt. Das kann man sicher auch als Geschenk für Wolfgang Ludwig sehen, der gefühlt sein halbes Leben am Sperlings-Eck verbracht hat.

„Alle Mitglieder des FSV gratulieren und wünschen Wolfgang unter diesen schwierigen Bedingungen einen schönen Geburtstag. Wir hoffen, dass wir bald gemeinsam auf dem Sportplatz anstoßen können“, sagt Thomas Rudolph. Der Chefkritiker wird sich diese Einladung ganz sicher nicht entgehen lassen – nachdem er den Eintritt abkassiert hat.