FSV Krostitz besiegt Delitzsch im Derby mit 0:4

Johannes David

Nach ausgeglichener erster Hälfte brechen bei den Eisenbahnern alle Dämme. FSV bleibt nach dem Restart ohne Punktverlust und Gegentor.

Delitzsch. Rico Winklers erstes Derby als Trainer des ESV Delitzsch hätte bitterer kaum enden können: 0:4 hieß es am Sonnabend nach 90 Minuten vor 130 Zuschauern gegen den FSV Krostitz, der damit nach dem Restart der Fußball-Landesklasse weiter ohne Gegentor bleibt.

Delitzscher Chancen Mangelware

Die Analysen der beiden Übungsleiter jedenfalls ähnelten sich in Teilen frappierend. Beide nannten das zwischenzeitliche 0:2 den „Genickbruch“. Krostitz-Coach Mike Geppert sah das Tor von Marco Dennhardt nach gut einer Stunde außerdem als „Dosenöffner“. In der ersten Halbzeit sei man sich auf Augenhöhe begegnet. „Da wirkte der ESV sogar einen Tick aggressiver als wir.“ Das nickt Rico Winkler ab: „In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht, die Mannschaften haben sich eigentlich neutralisiert. Wir hatten ein, zwei kleinere Chancen. Der Elfmeter hat natürlich Krostitz in die Karten gespielt.“

Bezeichnend, dass der erste Torschuss der Gäste mehr als eine Viertelstunde auf sich warten ließ – und dann gleich saß. Mirko Dietrich versenkte den angesprochenen Strafstoß (17.). Zuvor hatte Max Theinert bei einem Delitzscher Befreiungsversuch clever das Bein reingestellt, Schiedsrichter Michael Thänert zeigte auf den Punkt.

„Krostitz war euphorisiert“

Die Höhe des Ausgangs beschäftigte anschließend natürlich auch die trainierende Zunft. „Hinten raus hätten es sicher sechs oder sieben Stück werden können, aber das wäre wohl doch des Guten zuviel gewesen“, bekannte Geppert. Rico Winkler fand: „Die Unterschiede waren definitiv nicht so groß, wie es das Ergebnis aussagt.“ Nur lässt sich an den entblößten Zahlen eben nicht rütteln.

Nach dem Wechsel kam dann der genickbrechende Dosenöffner. Ein individueller Fehler machte den Weg für Dennhardt frei. „Von dieser Enttäuschung haben wir uns nicht mehr erholt und Krostitz war euphorisiert“, fasste Winkler den Rest des Spiels zusammen. Theinert (72.) und der eingewechselte Steve Gruber (88.) erhöhten zum Endstand. Den Eisenbahnern ging inzwischen völlig die offensive Durchschlagskraft ab, während im Abwehrverhalten die Dämme brachen.

ESV Delitzsch: L. Schulze; Dorn (77. Günther), Bachmann (64. Seebach), Böhland, Rast, Hauschild, Bernhardt, Kottenhahn (52. Stelzer), Breitkopf, Knappe, Motscha.

FSV Krostitz: Gehmlich, Dietrich, Marzog, Quasdorf, Dennhardt (66. Walther), Theinert (86. Narr), Fröhlich, Göldner, Persdorf (82. Maruhn), Lehmann (77. Gruber), Morgenstern.

Ein Beitrag von Johannes David

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